Pushpak Mahabharata Buch 3Zurück WeiterNews

Kapitel 289 – Ravana kämpft und stirbt

Markandeya sprach:
Durch den Tod seines geliebten Sohnes zur Raserei getrieben bestieg der zehnköpfige Ravana seinen gold- und juwelengeschmückten Wagen und stürmte von furchtbar bewaffneten Rakshasas umgeben in den Kampf gegen Rama und seine Affenarmee. Mainda, Nila, Nala, Angad und Hanuman empfingen ihn mit ihren Truppen und schlossen ihn ein. Mit Baumstämmen und Steinen kämpften diese starken und mutigen Affen und Bären gegen Ravanas Soldaten. Als Ravana mit ansah, wie seine Krieger fielen, da nahm er Zuflucht zur Macht der Illusion. Plötzlich entsprangen seinem Körper hunderte und tausende Rakshasas, die mit Wurfpfeilen, Lanzen und doppelschneidigen Dolchen bewaffnet waren. Doch Rama vernichtete all diese magischen Rakshasas mit einer himmlischen Waffe. Noch einmal nutzte Ravana seine Magie und ließ neue Krieger aus seinem Körper entstehen, die Rama und Lakshmana glichen und vor allem die beiden Brüder angriffen. Da sprach Lakshmana zu seinem Bruder:
Zerstöre die Rakshasas, die so aussehen wie du.

Was Rama sogleich tat. Im nächsten Moment erschien Matali, der Wagenlenker Indras, mit einem sonnengleich strahlenden Wagen und braunen Pferden vor Rama auf dem Schlachtfeld und sprach:
Oh Sohn des Kakuthsta, dieser vorzügliche und siegreiche Wagen, vor den ich diese prächtigen Pferde spannte, gehört dem Herrn der Himmlischen. Auf diesem Streitwagen hat Indra einst hunderte Daityas und Danavas in der Schlacht geschlagen, oh Tiger unter den Männern. So besteige du ihn und töte Ravana in der Schlacht, während ich lenke. Zögere nicht länger.

Doch Rama zweifelte an den wahrhaften Worten Matalis und dachte bei sich:
Dies könnte eine neue Täuschung Ravanas sein.

Doch Vibhishan versicherte ihm:
Oh Tiger unter den Männern, besteige schnell den Wagen. Er ist kein Rakshasa Zauber, sondern gehört wirklich Indra, du Strahlender.

Sogleich folgte da Rama den Worten seines Vertrauten und griff zornvoll Ravana an. Auch Ravana setzte sich in Bewegung, seinen Gegner zu schlagen, und ein lautes Wehgeschrei entfuhr den Kreaturen der Erde, während die Götter im Himmel Löwengebrüll und Kesselpauken ertönen ließen. Und der Zweikampf, der nun zwischen Rama und Ravana stattfand, war schrecklich bis ins Extrem. Nie gab es eine ähnliche Schlacht zuvor, und nie wird es eine geben. Der Rakshasa schleuderte seinen furchtbaren Speer auf Rama, der wie Indras Blitz aussah und dem Fluch eines Brahmanen glich, der eben ausgesprochen wird. Doch flink schnitt Rama mit seinen scharfen Pfeilen diese gräßliche Waffe entzwei. Als Ravana diese schwierige Tat von seinem Gegner mit leichter Hand vollbracht sah, beschlich ihn Furcht. Doch sogleich entzündete sich wieder sein Zorn und er begann, geschärfte Pfeile, Wurfspeere, Keulen, Streitäxte, Sataghnis und viele andere Waffen zu Tausenden auf Rama niedergehen zu lassen. Bei diesem Sturm der Illusion flohen die Affen in alle Richtungen davon. Rama nahm ruhig einen besonderen Pfeil mit goldenen Federn und glänzender, schöner Spitze aus seinem Köcher und erweckte ihn zur Brahma Waffe. Diese mit den rechten Mantras inspirierte Waffe ließ die Himmlischen und Gandharvas mit Indra an der Spitze jubeln, denn sie wußten, daß nun bald das Leben ihres Rakshasa Feindes ein Ende haben würde. Und Rama schoß den Pfeil mit zum Kreis gespannten Bogen ab, der mit unvergleichlicher Energie dazu bestimmt war, Ravana den Tod zu bringen, und so kraftvoll war wie der Fluch eines Brahmanen. Sofort standen Ravana, sein Wagen und seine Pferde in einem Flammenmeer, und Ravana fiel. Die Himmlischen frohlockten, als durch die Energie der Brahma Waffe seine umfassende Kontrolle verloren ging und die fünf Elemente Ravanas Körper verließen. Die Flammen verzehrten schon bald seinen ganzen Körper und ließen nicht einmal Asche zurück.


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