Pushpak Mahabharata Buch 3Zurück WeiterNews

Kapitel 221 – Noch mehr Feuer

Markandeya erzählte weiter:
Das Feuer Bharata (der Aufrechthaltende) war durch strenge asketische Regeln gebunden. Pushtimati ist ein anderer Name dieses Feuers, denn wenn es zufrieden ist, dann gewährt es allen Kreaturen Pushti (Entwicklung). Das Feuer Shiva (der Wohltäter) ist der Verehrung von Shakti hingegeben (den Kräften der Natur) und erleichtert stets das Leiden der von Elend geplagten Kreaturen. Da Tapa nach großem asketischen Reichtum strebte, wurden ihm noch weitere Söhne geboren, der kluge Purandara und Usma, welcher im Dunst aller Materie zu beobachten ist. Als dritter Sohn wurde Manu geboren, welcher als Prajapati diente. Die in den Veden gelehrten Brahmanen sprechen noch von den großen Taten des Feuers Sambhu. Als nächstes wird das hell strahlende Feuer Avasathya gelobt. Tapa schuf somit die fünf Urjaskara Feuer, alle so glänzend wie Gold. Sie alle teilen sich den Soma Saft bei Opfern. Der große Sonnengott ist als Prashanta Feuer bekannt, wenn er sich müde (nach des Tages Arbeit) zurückzieht. Er schuf die schrecklichen Asuras und viele andere Kreaturen der Erde. Angira schuf auch den Prajapati Bhanu, den Sohn von Tapa. Er wird auch Vrihadbhanu genannt (der große Bhanu). Bhanu heiratete Supraja und Vrihadbhasa (und Somaja, lt.Buitenen), die Tochter des Sonnengottes. Mit ihnen hatte er sechs Söhne, höre ihre Namen. Das Feuer, welches den Schwachen Kraft gibt, ist Valada (der Stärke Gebende). Er ist der erste Sohn von Bhanu. Das Feuer, welches schrecklich wütet, wenn alle Elemente ruhen, wird Manjuman Feuer genannt, der zweite Sohn Bhanus. Das Feuer, zu dessen Ehren beim Darsha und Paurnamasa Opfer geklärte Butter ausgeschüttet wird, ist in dieser Welt als Vishnu bekannt. Er ist der dritte Sohn Bhanus und wird auch Angira oder Dhritiman genannt. Zur Agrayana Opfergabe mit Indra wird das Feuer Agranyana geehrt, der vierte Sohn. Der fünfte Sohn ist Agraha, welcher die Quelle aller täglichen Gaben für die Chaturmasya Riten (vier-monatlich) ist. Und Stuva ist der sechste Sohn Bhanus. Dieser Bhanu genannte Manu hatte noch eine Gemahlin namens Nisha. (lt. Buitenen war Nisha Bhanus Tochter, welche die Frau eines anderen, nämlich von Manu wurde.) Sie gebar eine Tochter, die beiden Agnistomas und fünf weitere Feuergötter. Der strahlende Feuergott, welcher mit der ersten Opfergabe zusammen mit der obersten Gottheit der Wolken geehrt wird, wird Vaishwanara genannt. Das Feuer, welches der Herr der drei Welten ist, ist Viswapati, der zweite Sohn des Manu Bhanu. Die Tochter Manus wird Swistakrit genannt, denn Opfergaben an sie bringen großen Verdienst. Zwar war (Rohini, lt. Dutt) die Tochter Hiranyakashipus, doch für ihre üblen Taten wurde sie seine Ehefrau und ist auch eine der Prajapatis. Das andere Feuer, welches seinen Sitz im Atem aller Kreaturen hat und deren Körper belebt, wird Sannihita genannt. Es ist die Quelle für all unsere Wahrnehmungen an Klang und Form. Der göttliche Geist, dessen Pfad von schwarzen und weißen Flecken gezeichnet ist, der das Feuer unterhält und der, obwohl selbst ohne alle Sünde, unreines Karma vervollkommnet, wird Kapila Feuer genannt. Ihn erachten die Weisen für einen großen Rishi. Auch ist er der Begründer des Yoga Systems Sankhya. Das Feuer, durch das die elementaren Geister immer ihre Agra genannten Opfergaben in dieser Welt mittels aller besonderen Riten erhalten, wird Agrani genannt. Und für die Korrektur des Agnihotra, falls irgendwelche Störungen aufgetreten sind, lodern andere, berühmte und hell strahlende Feuer in der Welt. Falls der Wind die Feuer stört, dann muß die Korrektur mit den Ashtapakala Riten vorgenommen werden zu Ehren des Feuers Suchi. Wenn das südliche Feuer mit den beiden anderen in Kontakt kommt, dann muß der Ashtapakala Ritus zu Ehren des Feuers Viti gemacht werden. Falls das Feuer Dabagni das Feuer Nibesha berührt, wird der Ashtapakala Ritus wieder zu Ehren von Suchi ausgeführt. Wird das ewige Feuer von einer Frau in ihrer Menstruation berührt, muß zur Korrektur der Ashtapakala Ritus zu Ehren des Feuers Dasyuman ausgeführt werden. Sterben während eines Agnihotra Opfers Tiere oder wird vom Tod eines Wesens gesprochen, dann muß zur Besänftigung der Ashtapakala Ritus zu Ehren des Suraman Feuers durchgeführt werden. Ist ein Brahmane krank und kann für drei Nächte dem heiligen Feuer keine geklärte Butter darbringen, dann muß er Abbitte leisten mit dem Ashtapakala Ritus zu Ehren des nördlichen Feuers. Wer den Darsha und den Paurnamasa Ritus ausgeführt hat, muß zur Korrektur auch den Ashtapakala Ritus zu Ehren des Patikrit Feuers ausführen. Kam das ewige heilige Feuer in Berührung mit dem Feuer aus dem Wochenbett, ist eine Besänftigung mit dem Ashtapakala Ritus zu Ehren des Agniman Feuers angebracht.


Zurück Inhaltsverzeichnis Weiter