Pushpak Mahabharata Buch 3Zurück WeiterNews

Kapitel 92 – Yudhishthira schickt sein Gefolge in die Stadt zurück

Und Lomasa sprach weiter:
Höre nun, oh Yudhishthira, was Dhananjaya zu mir gesagt hat: „Führe meinen Bruder Yudhishthira zur Tugend und damit zu Glückseligkeit. Du bist reich an Askese, kennst die höchste Moral und alle Arten von asketischer Enthaltsamkeit, auch die ewigen Pflichten eines mit Wohlstand gesegneten Königs und den hohen und heiligenden Verdienst, den Menschen aus Tirthas erlangen können. Beschwöre die Pandavas, nach dem Verdienst zu streben, der mit Tirthas verbunden ist. Überzeuge mit ganzer Seele den König, auf Pilgerreise zu gehen und viele Gaben darzubringen.“ Das hat Arjuna zu mir gesagt. Und weiter hat er gesagt: „Möge er von dir beschützt zu allen Tirthas reisen. Du wirst ihn vor Rakshasas bewahren und sicher durch gefährliche Gegenden und rauhe Bergesschluchten führen. Wie Dadhicha den Indra und Angiras die Sonne beschützt hat, so beschütze du die Söhne der Kunti vor all den vielen, bergesgroßen Rakshasas, du bester Zweifachgeborener. Wenn du bei ihnen bist, werden die Rakshasas die Söhne der Kunti nicht berühren können.“ So kam ich auf Geheiß Indras und Bitten Arjunas her, um euch vor Gefahren zu bewahren. Ich werde mit euch gehen. Wisse, oh Sohn der Kunti, ich war schon zweimal auf Pilgerreise zuvor. So werde ich mit euch ein drittes Mal pilgern. Oh Yudhishthira, bedenke, daß auch Manu und andere königliche Rishis voller verdienstvoller Taten auf Pilgerreisen gingen. So eine Wanderung von Tirtha zu Tirtha kann allen Ängste zerstreuen, oh König. Wer hinterhältig und unbeherrscht ist, verdorben und faul, taucht niemals in Tirthas ein. Doch du hast immer eine tugendhafte Haltung gezeigt, bist in der Moral bewandert und beständig in deinen Versprechen. Du wirst sicher in der Lage sein, dich von der Welt zu befreien. Denn du gleichst König Bhagiratha, Gaya oder sogar Yayati und jedem, der ihnen ebenbürtig ist.

Yudhishthira antwortete:
Ich bin so von Freude überwältigt, oh Brahmane, daß ich keine Antwort für dich finde. Wer kann von besserem Schicksal sprechen, als einer, an den sich der Herr der Himmlischen erinnert? Wer kann glücklicher sein als einer, der mit deiner Gesellschaft gesegnet ist, Arjuna zum Bruder hat und dem Vasavas Gedanken gelten? Und was deine Worte zu dieser Pilgerreise betrifft, oh Ruhmreicher, so war mein Entschluß bereits durch Dhaumyas Erzählung gereift. Oh Brahmane, ich werde zu jeder Stunde lospilgern, die du benennst. Ja, ich bin fest entschlossen.

Da sprach Lomasa:
Oh mächtiger König, sei genügsam, was dein Gefolge betrifft, denn so kannst du dich leichter bewegen.

Da sprach Yudhishthira:
Mögen die Diener, Yogis und Brahmanen zurückbleiben, die keinen Hunger und Durst, weder Müdigkeit und die Entbehrungen der Reise noch die Härten des Winters ertragen können. Mögen auch die Brahmanen sich von uns trennen, die von Fleisch und süßen und gekochten Speisen leben und somit von Köchen abhängen. Mögen die Bürger, die mir aus Loyalität folgten und die ich bis jetzt großzügig unterhielt, zu König Dhritarashtra zurückkehren. Er wird sie angemessen unterstützen, und wenn nicht, dann wird der König der Panchalas dies für uns tun.

Vaisampayana fuhrt fort:
So verließen alle Bürger und die meisten Brahmanen und Yogis traurig den Wald und machten sich auf den Weg nach Hastinapura. Aus Zuneigung zu Yudhishthira empfing sie König Dhritarashtra angemessen und erfreute sie mit seiner Unterstützung. Und ermuntert von Lomasa blieb Yudhishthira mit einer kleinen Zahl von Brahmanen nur noch für drei Nächte in Kamyaka.


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